Maria Antelman

*1971 in Athen

Die in New York lebende Multimedia-Künstlerin Maria Antelman hinterfragt unsere Beziehung zu Erinnerungen, Identität, Körperhaftigkeit und Zeit in einer sich schnell verändernden, technologischen Welt. Das Bedürfnis des Menschen, im informativen Overflow die Kontrolle zu behalten, die tiefe Veränderung, die die Technologisierung in uns hervorruft und zerbrochene, visionäre Ideen sind laut MA Quell der Inspiration.

In der Klanginstallation„sin-taks“  [02:57 min]  werden Stoppwörter und Nichtwörter zusammen verwendet, sie diskriminieren und kontrastieren sich. Nichtwörter könnten Wörter einer Sprache sein, haben aber keinen lexemischen Eintrag im mentalen Lexikon, laufen also ins Bedeutungsleere. Als Stoppwörter hingegen werden zum Beispiel Artikel oder Konjunktionen bezeichnet, die nicht signifikant zur Bedeutungszuweisung beitragen. In älteren Suchmaschinen wurden Stoppwörter herausgefiltert, um die Textsuche nicht zu torpedieren. Geräusche von Aufnahmegeräten, die zurückgespult, angehalten und neu gestartet werden, verbinden und trennen die mehrdeutigen und unverständlichen Stimmen. Dieses Klangstück handelt von einer Leere, einer Lücke und einem Stillstand in einem geschlossenen System von Verbindungen.

 

 Klanginstallation„sin-taks“  [02:57 min], Ansicht aus der Präsentation der Sammlung Jakob am 25.01.2020 in Freiburg
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