Nina Könneman

Die Video­künst­le­rin Nina Könne­mann siedelt ihre Arbeit zwischen dem realis­ti­schen Kino und einem struk­tu­ra­lis­ti­schen Mate­ria­lis­mus an. Häufig sind es Beob­ach­tun­gen alltäg­li­cher (Rand-)Erschei­nun­gen, die wie Studien von mensch­li­chem Verhal­ten in einem sozio-ökono­mi­schen Kontext ausfal­len. Von beson­de­rem Inter­esse für Könne­mann sind margi­nale, urbane Räume und darin alltäg­li­che Akti­vi­tä­ten, die wenig Aufmerk­sam­keit erhal­ten. Mittels filmi­scher Verfah­ren, insbe­son­dere dem Schnitt, verfei­nert sie ihre unspek­ta­ku­lä­ren Beob­ach­tun­gen zu einem subtil bered­ten Porträt.

In der Mitte des Raumes präsentiert sich Nina Könnemanns „Basketball-Handtuch“ aus dem Jahr 2012. Bei Reisen der Berliner Künstlerin nach Madagaskar entdeckte sie, dass statt traditioneller Gewänder viele männliche Einheimische Strandtücher trugen. Im Gegensatz zu ihrem ersten Besuch 2004, bei welchem Blumenmuster die Regel waren, trugen zwei Jahre darauf viele ein großes Handtuch mit einem Basketballmotiv. NK schafft Werke mit welchen sie auf unmittelbare Weise, Phänomene und marginale Trends der postmodernen Vergnügungs-Gesellschaft beobachtet.

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