Paul Setúbal, Videostill

Die zeitgenössische Kunst in Brasilien gewann in den 1960er Jahren an Bedeutung und hatte als eine ihrer Hauptreferenzen die Pop-Art, eine künstlerische Bewegung, welche für ihren kritischen und reflektierenden Charakter bekannt ist.     

Bald nahm der brasilianische künstlerische Diskurs diese Merkmale auf und begann in einem schwierigen Moment in der brasilianischen Geschichte - der Militärdiktatur - starke Kritik an der damaligen Regierung und Gesellschaft zu üben.

Zwischen Konzept, Geschichte, Schönheit und Innovation hat sich die neue brasilianische Kunst weiterentwickelt und neu erfunden: In der Ausstellung “Hinter dem Horizont“ wird ein aktuelles Panorama der jungen Kunstszene in Brasilien präsentiert - durch die Gedanken von 6 Künstlern. 




Fabio Baroli präsentiert die Serie „Selva - Mata“. In seiner Arbeit hebt er den Diskurs zwischen der Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt und der Darstellung von Bildern der brasilianischen Vegetation hervor.      

In der Arbeit von Eder Oliveira ist die Position des Mulaten in der brasilianischen Gesellschaft zu sehen: Gewalt und Marginalisierung.          

Paul Setubal präsentiert ein Foto seiner Performance „Zeitgeist“, auf dem er über die
demokratische Entwicklung der brasilianischen Gesellschaft nachdenkt. Sein Foto ist eine Warnung vor einer zukünftigen sozialen und finanziellen Krise.      

Dora Smek konfrontiert soziale Regeln und die physiologische Konditionierung des menschlichen Körpers. Der physiologische Mangel an Kontrolle über den Körper führt zu Fragilitätssituationen sowohl in der Kindheit als auch im Alter. Die Künstlerin provoziert mit der Arbeit zur Deskontrolle.  

Celina Portela spricht in ihrer Fotografie über Körper und Raum. Der Körper der Künstlerin
erscheint in unregelmäßig geformten Rahmen. Ihre Figur interagiert mit den Bildrändern, als wären sie echte Grenzen. Der Rahmen wird untrennbar mit der Fotografie verbunden und seine Struktur ist somit ein Teil der Arbeit. Im Raum wiederum arrangieren die Bilder einen Dialog mit der Architektur und erhalten so einen installativen Charakter.   

Flávia Junqueira führt eine Arbeit auf, in der sie Fotografie, Performance und szenografische Gesten mischt. Sie ist bekannt für ihre Darstellungen eines Kinder-Universums und die Auseinandersetzung zwischen Zeit und Raum, Fantasie und Realität.  

 

Künstler*innenliste

Éder Oliveira / Fábio Baroli / Celina Portella

Paul Setúbal / Dora Smék / Flávia Junqueira

Eröffnung

am Freitag, 07. August 2020, 16.00 Uhr

Bei gutem Wetter im Freien.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Ausstellungsort

Tanz Zentrum West

Ensisheimer Str. 8

79110 Freiburg im Breisgau

Ausstellungsdauer

07. August - 29. August 2020

freitags 16 - 17 Uhr, samstags 11 - 12 Uhr

Eintritt frei

Eine Kooperation  von Reiners Contemporary mit
der Sammlung Jakob. 

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